Charity Armband von Oh Yeah! zur Unterstützung des "The Ocean Cleanup" Projekts

Geschrieben am 01 Mai 2016

Wir haben uns viele Gedanken dazu gemacht, wie wir Gutes tun können. Das Ergebnis ist unser Charity Armband. Mit dem Erlös unterstützen wir das "The Ocean Cleanup" Projekt. Inspiriert hat uns Pharrell Williams, der sich dafür einsetzt, Plastikmüll, der in den Ozeanen treibt, einzusammeln um daraus Kleidung herzustellen. Schaut euch gerne das Video an und hier der Link zum Projekt: www.theoceancleanup.com

THE OCEAN CLEANUP - Unendlich viele Tonnen Plastik gelangen täglich ins Meer und verschmutzen so die Umwelt. Nicht nur Meereslebewesen haben damit zu kämpfen. Längst ist das Plastik auch in unsere Nahrungskette gelangt. The Ocean Cleanup möchte mit seinem Projekt den Plastikanteil im Meer verringern und so die Umwelt und letztendlich auch unsere Gesundheit schützen.

Das Problem
Jedes Jahr gelangen etwa 8 Millionen Tonnen Plastik in die Ozeane. Damit sind sie aber nicht aus der Welt geschafft. Plastik ist ein ewig fortwährendes Material, das sich in großen Flächen im Meer sammelt. Etwa 5,25 Trillionen Plastikteile schwimmen derzeit in den Ozeanen, ein Drittel davon konzentriert sich in dem berüchtigten "Great Pacific Garbage Patch" und hat einen Einfluss auf viele Lebensbereiche:

- Die Umwelt hat am meisten mit den Plastikteilen zu kämpfen. Jedes Jahr sterben deshalb mindestens eine Millionen Seevögel und 100.000 Meeressäuger. Mindestens 100 Arten sind wegen des Plastiks vom Aussterben bedroht.
- Für die Wirtschaft bedeutet der zunehmende Plastikmüll in den Meeren ein Schaden von mindestens 13 Billionen US-Dollar. Vor allem für die Fischerei, das Schiffen und den Tourismus. Die Westküste der USA gibt jährlich 500 Millionen Dollar aus, um die Strände zu bereinigen. Dabei kostet jede zu entfernende Tonne an Müll etwa 1.500 Dollar.
- Plastik absorbiert giftige Chemikalien, die in die Nahrungskette eindringen. Vor allem in Fischen ist die Konzentration der Schadstoffe sehr hoch. Daraus resultieren Krankheiten wie Krebs, Fehlbildungen und die Fortpflanzung wird beeinträchtigt.

Die Idee
Es ist fast schon lächerlich einfach: Mit einem Vorhang, der drei Meter in die Tiefe ragt, soll der Plastikmüll aus den Meeren zusammengeschwemmt und dann in einem Turm gesammelt werden. Alle 45 Tage soll ein Schiff vorbei kommen und den Turm leeren. In einer V-förmigen Anordnung des Vorhangs wird der Müll in die Mitte zum Turm getrieben. Im Gegensatz zu Netzen, werden Tiere und Pflanzen dadurch nicht gefährdet. Sie können einfach unter dem Vorhang durch tauchen und sich nicht darin verheddern. Es gibt also keinen ungewollten Beifang. Das ganze fordert nicht einmal viel Aufwand: Die Ozeane können sich beinahe von allein säubern. Im Gegensatz zu Schiffen, die den Müll in Netzen sammeln, kann diese Konstruktion in kürzerer Zeit mit weniger Aufwand und Kosten Millionen von Quadratkilometern "abernten". Eine Studie zur Durchführbarkeit des Projekts hat gezeigt, dass schon ein einziges Cleanup-Feld 42 Prozent des "Great Pacific Garbage Patch" in 10 Jahren entfernen könnte. Das wären über 70 Millionen Kilo Plastik, mit Kosten von 4,53 Euro pro Kilo. Da der meiste Plastikmüll an der Oberfläche treibt, können die V-förmigen Schläuche mit den Vorhängen den Müll schon ab einer Größe von 20 Millimetern einsammeln. Jede Tonne Plastik, die zum Recyceln abgegeben wird, bringt 50 Euro und wird gleichzeitig daran gehindert, weiter zu Mikroplastik zu verfallen.
Die Idee kommt von einem jungen Niederländer, Boyan Slat, der den Plastikmüll "live" erlebt hat. Beim Tauchen in Griechenland bekam er unter Wasser mehr Plastik als Fische zu sehen und war bestürzt. Der 21-jährige ist Gründer und CEO des Projekts The Ocean Cleanup. Der Student der Luft- und Raumfahrttechnik aus Delft hat nun die Hilfe von über 100 Forschern, Studenten und Volunteers, die ebenso wie er von diesem Projekt überzeugt sind. Im letzten Jahr begann er mit Crowdfunding und konnte bislang durch rund 40.000 Unterstützer über 2 Millionen Euro sammeln.

Im Frühling 2016 soll vor der Küste Tsushimas, eine Insel zwischen Japan und Südkorea, ein erster Prototyp in Betrieb gehen. Zwei Kilometer lang wird diese Konstruktion sein, die für mindestens zwei Jahre in Betrieb sein soll. Schon 2020 soll das Projekt dann endgültig umgesetzt werden. Mithelfen kann dabei jeder: Auf der Website des Projekts sind die Jobs aufgelistet, die derzeit vergeben werden. Wer keine Ausbildung in einer der Richtungen hat, kann sich dennoch als Volunteer einbringen, wenn man sich als Gegenleistung mit einem kostenlosen Mittagessen zufrieden gibt. Auch diejenigen, die eher passiv helfen möchten, können dies tun. Spenden sind jederzeit gerne willkommen und können das Projekt deutlich beschleunigen. Denn das Projekt soll etwa 300 Millionen Euro kosten. Das klingt nach einem ordentlichen Batzen Geld. Aber verglichen zu den konventionellen Methoden, um den Müll aus dem Meer zu bekommen, ist das wenig. Tatsächlich soll das Projekt 33x billiger sein als diese Methoden.

Quellen: Leila Fendrich (easyvoyage.de), YouTube, Wikipedia

 

 

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